Perfektes Olivenöl
Hervorragendes Olivenöl ist ein High-Tech-Produkt - nur weiss das niemand.

Gegen Mitte Oktober sieht man sie wieder: Die Erntehelferinnen und -helfer in den Olivenhainen, welche die Früchte aus den ausgebreiteten Netzen zusammennehnen und die kostbare Fracht in die Mühle bringen. Wenige Stunden später fliesst das frisch-grünlich-gelbe Olivenöl in die Flaschen und erfreut die Gaumen.
Realitätscheck
Schön wär's. Die Realität sieht meist so aus. Die Olivenbauern breiten die Netze unter den Bäumen aus und warten, bis der Grossteil der Oliven von selber runterfällt. Dann lagern die bitteren Früchte noch ein paar Tage auf dem Hof, bis sie in einer Olivenölmühle gemahlen und zu Olivenöl verarbeitet werden.
Auf diese Weise werden die meisten Olivenöle dieser Welt hergestellt. Das Problem dabei: Oliven verderben schnell. Schon auf dem Baum beginnt der Zersetzungsprozess. Wartet der Olivenbauer noch etwas länger, verarbeitet er schliesslich Oliven, die ihren Zenit bereits überschritten haben. Daraus ein frisches Olivenöl zu produzieren, ist unmöglich.
Reisende berichten immer wieder, dass sie in Italien, Spanien oder Griechenland in einer "echten" Olivenölmühle gewesen seien, in der ein Esel stundenlang den tonnenschweren Mahlstein vorwärts bewegt habe. Meist ist ihr Mitleid beim Esel, was durchaus angebracht ist. Genauso erschüttert müssten die Reisenden aber auch über das Olivenöl sein. Denn solch ein Öl riecht bereits ab dem ersten Tag nicht mehr frisch. Der Grund ist einfach: Der Brei aus den gemahlenen Oliven ist stundenlang der Luft ausgesetzt, was sämtliche Zersetzungsprozesse beschleunigt und den Olivenölen einen ranzigen Geruch verleiht.
High-Tech für perfektes Olivenöl
Die Herstellung eines perfekten Olivenöls ohne Fehltöne muss zwingend aus frisch geernteten Oliven unter beinahe klinischen Bedingungen stattfinden. Wichtig ist, dass der natürliche Zersetzungsprozess verlangsamt wird.

Das gelingt nur, wenn der Olivenbrei beim Herstellungsprozess möglichst wenig Luftkontakt hat. Und das ist nur in einem geschlossenen System möglich.
Der Bluff mit dem Extra Vergine
Auf fast allen Olivenölflaschen steht das Prädikat "Extra Vergine" oder "Extra Nativ". Das insinuiert, dass es sich dabei um ein fehlerfreies Olivenöl handelt. Doch weit gefehlt: Supermarktöle sind praktisch nie fehlerfrei, im Gegenteil. Häufig weisen sie nicht nur Fehltöne auf, sondern sind schlicht ranzig. Ein wirklich fehlerfreies Olivenöl riecht aber nicht nach alter Butter, altem Heu oder alter Zitrone, sondern nach frischer Butter, frisch geschnittenem Gras oder Zitronen frisch ab Baum gepflückt.
Unsere Olivenöle
Bei der Auswahl unserer Olivenöle sind wir sehr sorgfältig. Wir garantieren, dass unsere Olivenöle keine Fehltöne aufweisen, es sich damit um wirklich echtes Olivenöl Extra Vergine handelt, welches das Prädikat "Extra Vergine" auch wirklich tragen darf.
Fehlerfreies Olivenöl erkennen - auch Sie können das erlernen
Fehlerfreie Olivenöle erkennen ist nicht einfach. Wer sich immer wieder fragt, ob dieses oder jenes Olivenöl nicht einen ranzigen Stich hat oder sonstwie unfrisch riecht, ist auf dem richtigen Weg.
Und Ddurch das Erschnuppern einer ganzen Ladung frischer Olivenöle erinnert sich das olfaktorische Gedächtnis daran, wenn Ihnen wieder mal ein schlechtes Olivenöl vor die Nase gerät. Das kann jede oder jeder erlernen. Zum Beispiel in einem ersten Schritt an einem meiner Olivenöl-Kurse.
Unsere Olivenöl-Produzenten

Alle Olivenöle hier.